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Positionspapier
Der Internationale Künstlerverein e.V. (IKV) hat die Aufgabe, den grenzüberschreitenden, interkulturellen Austausch zu suchen, und durch die Realisierung geeigneter Projekte zu fördern. Aus diesem Grund haben sich im IKV sowohl die Künstler selbst, als auch Kunst-Förderer aus aller Welt, zusammengeschlossen. Kunst – bewegt weltweit die Menschen: die Kunstschaffenden und die Rezipienten gleichfalls; sie ist das Bindeglied zwischen dem aktiven Gestalten und der kritischen, weil selektierenden, Auseinandersetzung. Kunst animiert, initiiert und motiviert. Kunst ist ein entscheidender Motor in der Auseinandersetzung des Menschen mit den grundlegenden Veränderungen in der modernen Welt. Sie umfasst dabei alle Lebensbereiche, von der Privatsphäre, hinaus über den Arbeitsprozess, bis hin zur Globalisierung.
Kunst, so verstanden, ist Bewegung pur. Grenzen erkennt sie nicht an. In ihrer Natur liegt es international und integral zu sein. Für die Künstlerinnen und Künstler bedeutet das, die Grenenzlosigkeit der Kunst in ihren Werken zu reflektieren, um ihnen einen individuellen Ausdruck zu verleihen.
Für den amerikanischen Philosophen Nelson Goodman ist die Kunst sogar unmittelbar an der Schöpfung von Welt(en) beteiligt. Es gibt sie nicht: Diese eine Hier bestehende Welt, die sich dann bestätigen oder verwerfen lässt. Eine Welt wird vielmehr zuerst erschaffen, durch die Art, wie wir uns ihr zuwenden; wie wir sie anschauen, definieren und beschreiben: aus einem Bewegungszusammenhang, der mit der Genese beginnt und in einer Dialektik sich wiederfindet, wie in dem beispielgebenden Werk von Marcel Duchamp.
Obwohl geographisch die Geburtsstätte des IKV in Deutschland liegt, werden Grenzen nicht als Einschränkung wahrgenommen. Das ist in unserem Land von besonderer Bedeutung. Denn, erst der Blick über den Tellerrand nationaler Grenzen, ermöglicht heute schon die Zukunft gestaltende Kreativität; nicht nur in der Technik, in der Ökonomie und Politik, sondern in allen Stilrichtungen des künstlerischen Schaffens.
Begrenzungen, die Bewegungen und Beweglichkeit hindern, liegen vor allem im Menschen selber. Wir Künstler sind dazu aufgerufen, durch unser Tun Grenzen in den unterschiedlichsten Bereichen und mit den unterschidlichsten Ursachen, zu hinterfragen, Barrieren zu thematisieren, und Wege zu ihrer Überwindung mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen.
Bewegung ist kein Selbstzweck. Sie ist Voraussetzung dafür, die Begegnung mit Menschen über die Grenzen hinweg zu fördern. Der IKV versteht sich dabei als schöpferische Gruppe, die den interkulturellen Dialog fordern und fördern, und dazu im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten will.
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